Kürbiskerne trocknen und NICHT rösten will gelernt sein

Ich wollte heute auch die Kürbiskerne von meinem Hokkaido-Kürbis verwerten und die Kerne trocknen, um sie später für einen Salat verwenden zu können. Ich mag nämlich gerne die Salat-Mix-Tütchen, die man im Supermarkt kaufen kann, über meine Salatmischung streuen. Diese schnippele ich mir noch selbst zusammen, was nun noch fehlte, um eine komplett plastikverpackungsfreie Mahlzeit zuzubereiten, waren die Kerne. Als erstes musste ich dafür die Kerne schälen, da die Schale beim Hokkaido zu fest ist. Man kann sie mitessen, aber ich empfinde sie als zu hart. Ich habe also jeden Samen einzeln mit der Schere an der Spitze aufgeschnitten und dann die Kerne mit den Fingernägeln rechts und links von der Schale befreit. Leider eine sehr aufwändige Frimelarbeit. Es dauerte ziemlich lange, bis ich einen kleinen Haufen zusammen hatte (s. Bild). Ältere Leute können diese Arbeit sicherlich nicht mehr verrichten. Geschmacklich hatte sich für mich die Arbeit jedoch gelohnt, fand ich. Die Kerne schmeckten sehr lecker und haben mich sofort an das Kürbisbrot vom Bäcker meines Vertrauens erinnert.

per Hand geschälte Kürbiskerne

Als nächstes wollte ich die Kerne trocknen, um sie etwas haltbarer zu machen, bis ich den nächsten Salat essen würde. Wichtig: Trocknen – nicht rösten. Geröstet schmecken sie mir im Salat nicht. Zuerst wollte ich es auf die umweltfreundlichere Art versuchen, habe sie auf ein Backblech gelegt, den Backofen auf die niedrigste Stufe (bei mir 50 Grad) gestellt und einen Löffel zwischen die Backofentür und Ofen gesteckt, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Nach einer Weile habe ich den Backofen dann ausgstellt, da es mir heiß genug vorkam. Im Internet hatte ich irgendwo gelesen, dass sogar die Wärme der Beleuchtung (dann natürlich keine LED-Lampe) ausreichen würde, um die Kerne zu trocknen. Also dachte ich mir, na dann wird es ja so erst recht ausreichen. Aber irgendwie waren die Kerne nach einiger Zeit immer noch so weich wie vorher. Bevor ich jetzt den ganzen Tag den Ofen an – aus, an- aus mache, habe ich mir gedacht, dann wähle ich doch die schnellere Variante. Aus dem Internet hieß es, 20 min bei 200 Grad. Eigentlich hätte ich bei den Temperaturen stutzig werden müssen. Das Ergebnis sah nämlich so aus:

geröstete Kürbiskerne

Nun waren die Kerne doch geröstet und schmeckten bitter. Ich bin mir sicher, dass ich bei dem Tipp aus dem Internet als Überschrift „Kerne TROCKNEN“ gelesen habe. Ich überlege nun, ob sich die Anschaffung eines Dörrautomaten lohnt.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hallo Steffi!
    Probiere doch dieses Jahr mal aus, einen Ölkürbis anzubauen – da sind die Kerne ohne diese nervige Schale und können ganz praktisch direkt verwendet werden. Vielleicht wäre das was für dich?
    Viele Grüße! Anne

    1. Hallo Anne,
      vielen Dank für deinen Tipp. Habe gleich mal recherchiert zum Ölkürbis. Schade, dass sein Fleisch nicht ganz so schmackhaft sein soll. So stehe ich dann vor dem Problem, dass ich einen Kürbis anbaue, um das Fleisch zu nutzen und die Kerne dann wegschmeißen muss, und einen Kürbis anbaue für die Kerne, bei dem ich dann nicht weiß, was ich mit dem Fruchtfleisch machen soll. Ich habe mir jedoch vorgenommen, diese Herausforderung anzunehmen und werde dieses Jahr beide Sorten anbauen. Für den Ölkürbis brauche ich dann auf jeden Fall noch mehr Rezepte, was man außer Suppe noch mit dem Kürbisfleisch kochen kann (letztes Jahr haben mich die Rezepte, die ich gefunden hatte, alle nicht so wirklich überzeugt) und vom Hokkaido werde ich die Kerne mal mit Schale rösten und austesten, ob sie sich danach besser lösen lassen. Das vorherige Aufmachen der Schale mit Schere und Fingernägeln hat sich auf jeden Fall nicht gelohnt, das mache ich nicht nochmal.
      Liebe Grüße
      Steffi

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