Am meisten freue ich mich darauf, die verschiedensten Tiere in meinem Garten begrüßen zu dürfen. Rund um unseren Garten befinden sich konventionell bewirtschaftete Monokulturfelder. Ich würde mir daher wünschen, dass viele Tierarten in unserem Garten eine kleine Oase finden werden.

 

 

Der Igel, der uns ab und zu in unserem Garten besucht (Stand 2022).

Vielleicht der Igel, der im Winter 2021/2022 im Igelhaus überwintert hat? Zweifelsfrei lässt es sich ja leider nicht sagen, sehen sich alle so ähnlich 😉

Ein Igelrevier ist bis zu einem Quadratkilometer groß, was erklärt, warum wir den Igel nur alle paar Wochen mal sehen.

Hier ein Video von der Nachtsichtkamera. (Datum der Kamera stimmt natürlich nicht.)

Beim Schneiden des Tierkamera-Videos ist mir noch diese Sequenz aufgefallen. Wenn man alleine nachts in der dunklen Wohnung sitzt, wie ich zu dem Zeitpunkt, erschrickt man dann doch leicht, wenn auf einmal rechts im Bild die unheimlichen Augen aufleuchten 😉

Am 10. Mai 2023 wacht auch endlich unser Langschläferigel aus seinem Winterschlaf auf. Wir hatten erst wenige Wochen vorher überhaupt erst bemerkt, dass er die ganze Zeit wieder bei uns im Garten überwintert hat. (Wir gehen davon aus, dass es derselbe Igel ist wie beim letzten Mal, er ist nun auch etwas gewachsen.) Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass diesen Winter kein Igel bei uns im Garten überwintert, da das Igelhaus leergeblieben war. Warum er es wohl in einer Kuhle unter der Korkenzieherweide schöner fand? Der relativ späte Aufwachzeitpunkt spricht übrigens dafür, dass es sich um eine Igeldame handelt. Die schlafen nämlich oft einen Monat länger als die Männchen.

 

 

Update 24. Juni 2023: Nun sind es zwei, vielleicht bald mehr? 

Frühling 2020

Spatzen als einzige Gartengäste im Winter

Bevor es im Garten richtig losgeht, habe ich ein wenig Zeit, um mich umzuschauen, welche Tiere sich im Winter im Garten aufhalten (und dabei gerade keinen Winterschlaf/Winterstarre etc. halten). Außer den Spatzen und an einem Tag eine einzige Amsel finde ich niemanden vor. Ich hoffe, das wird ab Frühling mehr. Gibt es wirklich so wenige Vogelarten, die sich den Winter über bei uns aufhalten?

Beim Anheben einer Asbestplatte, die am Rand des Grundstücks auf dem Boden lag, haben wir ein Mäusenest entdeckt. Einerseits freut man sich als Stadtmensch über einen solchen Fund und schaut sich interessiert alles ganz genau an, andererseits überlegt man als Grundstücksbesitzer dann doch, ob der Fund so gut ist. Nicht umsonst gibt es auf Bauernhöfen immer auch Katzen, die die Mäusepopulation kurz halten sollen. Also was jetzt, freuen oder nicht? Wir haben das Nest erstmal wieder zugedeckt. Ein paar Tage später war das Nest leer. Entweder hat die Mäusemutter ihre Kinder wegen der Störung woanders hingetragen oder es war die Nachbarskatze…

Die Störche sind gleich nebenan.

Unsere Schwalben

Schwalbennest mit der zweiten Brut 2021, Foto aufgenommen am 22.08.21

Noch steht im vorderen Bereich des Grundstücks eine alte Hausruine, in der wir Menschen nicht mehr wohnen können, sich dieses Jahr (2021) jedoch ein Rauchschwalbenpärchen so wohl fühlte, dass es dort im alten Eingangsbereich ein Nest gebaut hat und gleich zweimal hintereinander seine Jungen aufgezogen hat. Von der ersten Brut sind vier Jungen flügge geworden, von der zweiten Brut drei.

Wir hoffen, dadurch etwas für die Arterhaltung getan haben zu können. Schwalben stehen in Deutschland auf der Roten Liste bedrohter Brutvögel. Die Gründe hierfür sind:

  • Die Menschen stören sich vermehrt an dem Kot der brütenden Vögel und dulden an ihren Gebäuden keine Nester mehr
  • Im Zuge von Modernisierungen/Neubauten fehlen Einfluglöcher in die Gebäude
  • Es gibt immer weniger Lehmpfützen, die die Schwalben zum Nestbau benötigen, da Feldwege zunehmend asphaltiert werden
  • Rückgang der Insekten (Nahrung)) auf Grund von zunehmender Hygiene in Ställen, der Aufgabe von landwirtschaftlichen Betrieben, Pestizideinsatz auf den Feldern
  • Zerstörung von Schilfbeständen (Rastplätze der Schwalben)

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Schwalben zu helfen, z.B. mit einem Brett mit Kaninchendraht als Nestgrundlage, mit einem Kunstnest, einem Rauputzstreifen an der Hausfassade, Kotbrettchen, Anlegen von Lehmpfützen, Offenhalten von Stallfenstern oder mit einem naturnahen Garten. Für den einen oder anderen ist hier bestimmt eine Idee dabei, die man leicht umsetzen kann. Am besten auf der Seite des NABU, wo auch die anderen Informationen her sind, vorbeischauen: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/schwalbenfreundliches-haus/22147.html

 

Nur wenige Weinbergschnecken

Momentan kann man die wenigen Weinbergschnecken noch an einer Hand abzählen. Ich hoffe, dass es mehr werden, sobald die „Wildecken“ für die Tiere mehr Gestalt angenommen haben.

Die Wildtierkamera, die hauptsächlich für die Igelbeobachtung gedacht war, hat tagsüber auch ein paar Vögel aufgenommen, die unseren Garten im Winter besucht haben. Zu sehen sind in dieser Reihenfolge: Amsel, Rotkehlchen und Meisen vorne im Bild und zum Schluss ein Grünspecht rechts hinten am Baumstamm.

 

Im März 2023 habe ich diese kleine Eidechse bei uns im Garten gesichtet. Da es noch ein Jungtier ist, kann ich leider nicht sagen, welche Eidechsenart es genau ist. Evtl. Mauereidechse? Weiß jemand mehr?

Eigentlich ist der Lehmhaufen ein Überbleibsel von unserem Erdaushub für den Wassertank. Seit zwei Jahren wissen wir nicht wohin damit zur Freude von Wildbienen, die sich heute (22.04.2023)  am ersten warmen Frühlingstag darum gestritten haben. Ich weiß leider nicht, um welche Wildbienenart es sich genau handelt, aber es scheinen Bienen zu sein, die den Lehm woanders für den Nestbau benötigen, sie scheinen nicht direkt im Haufen bauen zu wollen. (Es gibt Wildbienenarten für beide Möglichkeiten.) Wer es weiß, kann gerne einen Kommentar dazu hier lassen oder schreiben an unsere E-Mail-Adresse: langohren1@aol.com 🙂

Im Mai 2023 entdecken wir eine Erdkröte, die neben einem der Komposte im hohen Gras in einer kleinen Erdkuhle den Tag verbringt. Erdkröten sind nämlich wie unsere Kaninchen dämmerungsaktiv. Wir freuen uns, dass sie hier bei uns im Garten ist, da Erdkröten naturnahe Gärten anzeigen. Also sind wir zumindest schonmal auf einem guten Weg dorthin. Die Erdkröte ist die größte europäische Krötenart. Sie steht zwar nicht auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, der Bestand geht jedoch kontinuierlich zurück. Ursachen sind hierfür die Zerschneidung der Landschaft durch Straßen, die Abnahme der Gewässeranzahl und die intensive Landwirtschaft.

 

 

Am 04. Juni 2023 im hohen Gras zwischen den Komposthaufen gefunden. Wir denken, es handelt sich um die Haut einer Ringelnatter. Wir hoffen, wir bekommen sie auch einmal „live“zu Gesicht.

Der Blaumeisennachwuchs 2023

Ab Januar 2024

Über Fütterung von Wildvögeln streiten sich die Geister. Bei uns war es die einzige Möglichkeit, mal ein paar mehr Tiere in unseren Garten zu locken. Morgens im Winter im Wohnwagen sitzen und beim Frühstück die Vögel beobachten – einfach super entspannend!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Liebe Selbstversorger,
    die Darstellung Eures Projektes ist sehr gut. Ich freue mich immer über jede Fortsetzung Eurer Aktion.
    Schön ist es, wenn bei dem Unternehmen auch für Euch sichtbare Erfolge zu verzeichnen sind.
    Ich wünsche Euch vviel Erfolg und kann nur sagen- macht weiter so!

    1. Lieber Albrechti,
      vielen Dank für deine positive Rückmeldung. Zeitlich hängen wir krankheitsbedingt mit unseren Projekten etwas hinterher, aber wir sind zuversichtlich, dass wir demnächst noch einiges aufholen können. Die nächsten Projekte, die in den Startlöchern stehen oder schon begonnen wurden sind: Renovierung des kleinen Tomatengewächshauses, Bau des großen Gewächshauses und von zwei Hochbeeten, Abriss des ehemaligen Kuh- und Pferdestalles, entweder um dort ein Tinyhous hinzubauen oder um Platz für mehr Beetfläche zu schaffen. Wir freuen uns, dass wir im Winter mehrere Quadratmeter Ziegelsteine von Ziegelsteinen und anderem Müll befreien konnten, sodass dieses Jahr mehr Beetfläche zur Verfügung stand. Im Moment wächst auch alles super. Außerdem freuen wir uns, dass durch unseren Garten mehreren Tieren eine Aufenthalts- oder sogar Brutmöglichkeit geschaffen wurde. Dieses Jahr hatten die Blaumeisen und Schwalben fünf Junge, die Rotschwänzchen drei. Schwalben und Rotschwänzchen brüten bei uns gerade zum zweiten Mal. Auf dem neuesten Update bei den Igeln sieht man, wie zwei Igel sich beschnuppern. Vielleicht laufen hier dann bald kleine Igel herum!
      LG
      Steffi

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