Am meisten freue ich mich darauf, die verschiedensten Tiere in meinem Garten begrüßen zu dürfen. Rund um unseren Garten befinden sich konventionell bewirtschaftete Monokulturfelder. Ich würde mir daher wünschen, dass viele Tierarten in unserem Garten eine kleine Oase finden werden.

Frühling 2020

Spatzen als einzige Gartengäste im Winter

Bevor es im Garten richtig losgeht, habe ich ein wenig Zeit, um mich umzuschauen, welche Tiere sich im Winter im Garten aufhalten (und dabei gerade keinen Winterschlaf/Winterstarre etc. halten). Außer den Spatzen und an einem Tag eine einzige Amsel finde ich niemanden vor. Ich hoffe, das wird ab Frühling mehr. Gibt es wirklich so wenige Vogelarten, die sich den Winter über bei uns aufhalten?

Beim Anheben einer Asbestplatte, die am Rand des Grundstücks auf dem Boden lag, haben wir ein Mäusenest entdeckt. Einerseits freut man sich als Stadtmensch über einen solchen Fund und schaut sich interessiert alles ganz genau an, andererseits überlegt man als Grundstücksbesitzer dann doch, ob der Fund so gut ist. Nicht umsonst gibt es auf Bauernhöfen immer auch Katzen, die die Mäusepopulation kurz halten sollen. Also was jetzt, freuen oder nicht? Wir haben das Nest erstmal wieder zugedeckt. Ein paar Tage später war das Nest leer. Entweder hat die Mäusemutter ihre Kinder wegen der Störung woanders hingetragen oder es war die Nachbarskatze…

Die Störche sind gleich nebenan.

Unsere Schwalben

Schwalbennest mit der zweiten Brut 2021, Foto aufgenommen am 22.08.21

Noch steht im vorderen Bereich des Grundstücks eine alte Hausruine, in der wir Menschen nicht mehr wohnen können, sich dieses Jahr (2021) jedoch ein Rauchschwalbenpärchen so wohl fühlte, dass es dort im alten Eingangsbereich ein Nest gebaut hat und gleich zweimal hintereinander seine Jungen aufgezogen hat. Von der ersten Brut sind vier Jungen flügge geworden, von der zweiten Brut drei.

Wir hoffen, dadurch etwas für die Arterhaltung getan haben zu können. Schwalben stehen in Deutschland auf der Roten Liste bedrohter Brutvögel. Die Gründe hierfür sind:

  • Die Menschen stören sich vermehrt an dem Kot der brütenden Vögel und dulden an ihren Gebäuden keine Nester mehr
  • Im Zuge von Modernisierungen/Neubauten fehlen Einfluglöcher in die Gebäude
  • Es gibt immer weniger Lehmpfützen, die die Schwalben zum Nestbau benötigen, da Feldwege zunehmend asphaltiert werden
  • Rückgang der Insekten (Nahrung)) auf Grund von zunehmender Hygiene in Ställen, der Aufgabe von landwirtschaftlichen Betrieben, Pestizideinsatz auf den Feldern
  • Zerstörung von Schilfbeständen (Rastplätze der Schwalben)

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Schwalben zu helfen, z.B. mit einem Brett mit Kaninchendraht als Nestgrundlage, mit einem Kunstnest, einem Rauputzstreifen an der Hausfassade, Kotbrettchen, Anlegen von Lehmpfützen, Offenhalten von Stallfenstern oder mit einem naturnahen Garten. Für den einen oder anderen ist hier bestimmt eine Idee dabei, die man leicht umsetzen kann. Am besten auf der Seite des NABU, wo auch die anderen Informationen her sind, vorbeischauen: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/schwalbenfreundliches-haus/22147.html

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